Der „Reiseplan“ wird geändert: Kurzer Besuch bei Freunden auf den Banggai-Inseln und in Makassar (Sulawesi-Indonesien)

Nach fast zwei Monaten des Reisens auf Papua zog es mich nach Sulawesi. Ich hatte einen günstigen Flug nach Makassar bekommen. Dazu hatte ich ein Flug-Ticket für Mitte März nach Kuala Lumpur schon in der Tasche. Mein eigentlicher Plan war von dort nach Taiwan zu fliegen.

Aber der Corona-Wahnsinn sollte alles ändern. Meine taiwanesische Freundin Zora, die ich besuchen wollte, riet mir von einem Besuch ab. Das Land war zwar offen für Touristen aber das Reisen war nur eingeschränkt möglich.

Zora hatte ich letzten Herbst in Bosnien kennengelernt und wir hatten viel Spaß beim Reisen. Sie wollte mir Taiwan zeigen aber aufgrund der dort schon seit Januar existierenden Vorsichtsmaßnahmen im Land verschieben wir dies auf das nächste Jahr.

Mein Visum sollte in ein paar Tagen auslaufen und da war Makassar eine gute Adresse zur Verlängerung. Rina, die Managerin meines Hotels hatte mir schon früher angeboten bei einer Visaverlängerung zu helfen. Weiterlesen

Auf der Suche nach neuen Inseln im Unterwasserparadies von Raja Ampat (West-Papua-Indonesien)

Ich verlasse Nabire mit einem großen Pelni-Schiff in Richtung Sorong.
Mein Freund Alfian und seine Familie steigen auf halber Strecke in Manokwari aus. Bis dahin war es eine sehr ruhige Fahrt, wenige Passagiere und somit viel Ruhe.
In Manokwari steigen dann unzählige Menschen zu und alle scheinen ein Party-Gen in sich zu haben. Es wird gesungen, getanzt und scheinbar sind viele der vorwiegend jungen Menschen betrunken. Das hier in Manokwari, wo Alkohol verboten ist. Nach einiger Zeit wird mir der Grund klar.
Es ist Anfang Februar und da wird hier die Ankunft zweier Missionare gedacht. Am 5. Februar 1855 kamen die deutschen Missionare Ottow und Geissler auf Mansinam Island vor Manokwari an und hatten das Christentum für Papua im Gepäck. Die beiden werden wie Heilige in weiten Teilen von Papua verehrt. Daher ist der 5. Februar auf Indonesien-Papua ein offizieller lokaler Feiertag und wird hier in Manokwari mit großen Feierlichkeiten und Paraden begangen. So reisen dann die Menschen aus allen Ecken von Papua an. Jetzt ist mir klar woher die feiernden Menschenmassen kommen.
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Reise zu den Walhaien von Nabire (Cenderawasih-Bay – Papua-Indonesien)

Der Flug über Papua von Sentani nach Nabire war fantastisch. Ich hatte beste Sicht auf den Dschungel der Insel. Große Flüsse schlängeln sich durch das noch viel bewaldete Gebiet. Wunderschön.
So lande ich am Nachmittag in Nabire und musste staunend feststellen, dass der Flughafen auch hier gefühlt mitten in der Stadt ist.
Nach der Ankunft stellt sich mir die Frage: Was mache ich jetzt? Ich wurde natürlich gleich von unzähligen Taxi-Fahrern belagert aber ließ mich erst mal in einem Cafe in der Nähe nieder. Ich musste einen klaren Kopf bekommen. Ich hatte ja mit Anno auf dem Flughafen von Sentani zum Abschied noch schnell eine Flasche Whiskey getrunken.
Mein Ziel war es hier den Wal-Haien, die sich nicht so weit von Nabire in der Nähe von Fischerei-Plattformen tummeln, einen Besuch abzustatten.
So beschließe ich gleich direkt in diese Gegend zu fahren. Ich hatte vorher ein paar Informationen gesammelt. Ein Beach und wie ich dachte Dorf namens Sowa mit ein paar Unterkünften ca. 100 Kilometer entfernt schien mir der beste Ort. So verhandelte ich eine Weile mit verschiedenen Fahrern. Am Ende sollte es ein Moped-Taxis(Ojek) sein.
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Besuch bei guten Freunden in Sentani-Jayapura (Papua-Indonesien)

Es ist Winterzeit in Berlin und somit Zeit mich in wärmere Gefilde zu verdrücken.
So sitze ich Anfang Januar in meiner Bude und überlege: Wo soll es hingehen? Ich hatte Indonesien und Taiwan im Kopf und vielleicht einen Abstecher nach Laos zu meinem Freund Lutz und Familie.
Die ungefähre Richtung war klar und so habe ich dann mal schnell mitten in der Nacht einen Flug nach Kuala Lumpur gebucht. Im Laufe der Nacht saß ich dann über der Karte von Indonesien und grübelte und suchte nach Flügen. Da kam mir die Idee mal wieder nach Papua zu fliegen.
Eine Woche später sitze ich im Flieger nach Kuala Lumpur und lasse das Scheiß-Wetter von Berlin hinter mir.
In Kuala Lumpur treffe ich eine Freundin mit ihrer Tochter aus Berlin und wir haben ein paar schöne Tage bevor es für mich nach Indonesien geht.
Auf meinem Weg nach Sentani-Jayapura in Papua mache ich Halt in Makassar für einen Tag. Ich will ein paar Sachen erledigen wie Einkäufe und Freunde treffen.
In meinem Hotel traf ich dann am Vormittag auf ein paar Slowenen und meine Reisepläne wären fast zunichte gemacht wurden. Sie sitzen mit gutem Rum auf der Terrasse und das konnte ich nicht ignorieren. Innerhalb weniger Stunden betrinken wir uns gnadenlos und erst nach ein paar Stunden stellen wir fest, dass wir uns eigentlich kennen. Vor ein paar Jahren sind wir uns hier schon einmal über den Weg gelaufen. Damals war es eine ähnliche Situation. Ja so ist das dann manchmal.
So muss ich meine Vorhaben für den Tag verschieben. Die Einkäufe nehmen mir es nicht übel aber meine Makassar-Freunde sind sauer das ich unsere Verabredung verschieben muss. Immerhin finde ich durch die Slowenen endlich den einzigen Laden der Stadt, der gute alkoholische Getränke außer Bier verkauft. Das sollte mir später eine große Hilfe sein.
Nach dem ich am nächsten Tag bei offener Hotelzimmertür und mit übelstem Kater aufwache, heißt es schnell zum Flughafen zu kommen. Nix mit Einkaufen und Freunde treffen sondern einfach nur den Flieger bekommen und nüchtern werden.
Ich bin froh im Flieger nach Sentani zu sitzen und falle direkt in einen tiefen Schlaf. Erst beim Landeanflug werde ich wieder wach. Was für ein toller Blick aus dem Fenster beim Landen. Die Einflugschneise führt über den wunderschönen Sentani-See mit der hügeligen Landschaft und den Inseln.
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Auf nach Misool das noch andere Raja Ampat (Indonesien-West-Papua)

Nachdem ich die letzten zwei Wochen gefühlt nur auf Booten zwischen Sulawesi und West-Papua verbracht hatte, wurde es mal wieder Zeit sich ein paar Tage auf einer Insel niederzulassen.
Ich hatte ja ein paar Inseln im Kopf und musste nur ein Boot finden. Das ging dann doch schneller als erwartet. Nach einer kurzen Tour durch den Hafen von Sorong fand ich zwei Boote, die in die Inselwelt Raja Ampats fahren sollten. Da heute großer Wahltag in Indonesien ist war ich doch sehr überrascht. In anderen Regionen des Landes steht schon seit Tagen alles still.
Die Boote fahren am frühen Nachmittag und so hatte ich noch Zeit ein paar Erledigungen in der Stadt zu machen. Die Entscheidung wo ich hinfahre viel schnell. Ein Boot ging nach Waisai auf Waigeo, der Ausgangspunkt zu den touristischen Hotspots der Inselwelt. Mein Boot nahm den Weg in den Süden des Archipels nach Misool. Ich bekomme ein paar Tipps und beschließe dort in Yellu auszusteigen.
Mit den Einkäufen in Sorong hatte ich dann mehr Schwierigkeiten. Die Wahlen waren überall im Gange und somit sollte eigentlich auch alles geschlossen sein. Ich machte mich trotzdem auf die Suche nach einem Reisebüro und einem Supermarkt. Ich konnte mal wieder online keinen Flug buchen und es sollte sich als unmöglich erweisen ein geöffnetes Reisebüro zu finden. Selbst in den großen Hotels waren die Travel Offices alle geschlossen. Alles dreht sich hier heute nur um die Wahl. Teilweise waren die Wahllokale unter Pavillons auf den Straßen untergebracht und alle waren damit beschäftigt wählen zu gehen.
Immerhin hatten ein paar Warungs zum Essen geöffnet, es gab Geld an den Geldautomaten und auch die Einkäufe von Zigaretten und kleinen Snacks waren ohne Probleme zu erledigen. Ich wollte aber noch ein paar alkoholische Getränke in die Inselwelt mitnehmen. Das stellte mich bzw. die Einheimischen die ich nervte vor große Probleme. Irgendwann fand ich dann doch einen kleinen Laden der mir an der Hintertür Whisky und ein paar Bier verkaufte.
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Reise durch die Inselwelten zwischen Sulawesi und West-Papua (Indonesien)

Nach der Rückkehr von Bangkurung-Island schmiedete ich Pläne für meine Weiterreise. Ich hatte die Idee irgendwie von Banggai über die vielen Inselgruppen bis nach Papua zu reisen. Das hieß etwas Schwimmendes in Richtung Osten zu finden.Der Hafen ist da für gewöhnlich  die erste Adresse. Der Hafen von Banggai ist nicht groß aber Informationen zu bekommen kann schwierig werden. Jede Schiffs-Company hat ihr eigenes Bürohäuschen und diese sind nur besetzt wenn ein Schiff an-bzw. ablegt. Das heißt ich stehe überall vor verschlossenen Türen. Es gibt vereinzelt Info-Tafeln, denen man leider oft nicht vertrauen kann, da sie nicht aktuell sind. Am besten man fragt die Menschen in den kleinen Läden am Hafen. Diese wissen wann die Geschäfte gut laufen, da ein großes Schiff einläuft. Hier bekomme ich dann die gesuchte Information.
Ich habe Glück. Es sollte schon am nächsten Tag ein großes Pelni-Schiff über Nord-Sulawesi bis nach Ternate auf den Nord-Molukken fahren. Einfach perfekt dachte ich. So komme ich schnell und günstig bis auf die Gewürzinseln. Pelni, das große staatliche Schiffsunternehmen, hat seltsamer Weise kein Büro in der Nähe des Hafens. Nach langer Suche finde ich das Office. Es ist vor nicht allzu langer Zeit umgezogen und scheinbar weiß dies noch niemand in der Stadt. Immerhin ist es geöffnet und ich kann mir direkt ein Ticket nach Ternate kaufen.
Abreise von den geliebten Banggai-Inseln, das hieß mich von meinen Freunden zu verabschieden. Es sollte wild und folgenreich werden. Schon am späten Nachmittag packte ich vorsorglich meine Sachen und bezahlte meine offenen Rechnungen im Guest House. Dabei musste ich schon das erste Bier und viel schwarzgebrannter Schnaps mit meinem Freund dem Besitzer trinken.
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Auf Entdeckungstour durch die Inselwelt um Bangkurung-Island

Am Morgen im Hafen von Banggai strahlt die Sonne am leuchtend blauen Himmel, die See ist ruhig und ich finde schnell das Boot nach Bangkurung. Zu meiner Freude gibt es hier viel Platz. Beste Vorrausetzungen für die Reise ins Dorf Lala. Es geht durch die herrliche Inselwelt der Banggai-Inseln. Die grünen hügelig-bergigen Inseln mit ihren traumhaften Stränden, Mangrovenwälder und den verträumten kleinen Dörfern. Unzählige Boote kreuzen unseren Weg. Während der kurzen Stopps in den Dörfer beobachten mich die Menschen staunend, sie verladen oder verkaufen Waren, gehen fischen oder sitzen entspannt in den kleinen Häfen und beobachten das Treiben. Wir passieren viele einladend aussehende Inseln, das Meer schillert in den schönsten Blau-und Türkistönen, was für eine schöne Fahrt. So vergehen die Stunden bis zum süd-östlichen Zipfel von Bangkurung ohne das Langeweile aufkommt.
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Auf in die Inselwelt östlich von Sulawesi

Nach Kuala Lumpur führte mich meine Reise nach Makassar auf Sulawesi in Indonesien. Dies sollte nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Luwuk und weiter auf die Banggai Inseln im Osten von Sulawesi sein.Ich kam an einem Wochenende in Makassar an und sollte dies gleich nutzen um mich ins Nachtleben zu stürzen. Mir war klar, dass ich die nächsten Monate mehr oder weniger nur in kleinen Orten bzw. auf kleinen Inseln und Booten verbringen werde. Da ließ ich es nochmal krachen in der Großstadt. Ich stolperte dann eher zufällig in ein schräges Rock-Konzert. Die Bands waren gut für Coverbands, viele junge Menschen waren da und es gab kaltes Bier. Aber Stimmung kam leider nicht auf. Es war eher ein Restaurant-Besuch mit musikalischer Begleitung. Die Gäste saßen an ihren Tischen, speisten und tranken und warfen gelegentlich einen Blick auf die Musiker. Ich flüchtete an die Bar, trank viele Biere und lernte ein paar junge Leute kennen. Mit diesen zog ich dann durch die „wildesten Clubs“ der Stadt. Es waren, das hatte ich nicht anders erwartet, alles komische Diskotheken zumeist in den schicksten Hotels der Stadt. Ein Wunder das man mir mit meinem Outfit überhaupt Einlass gewährt hat. Das war dann wohl der Touri-Bonus. Wir tanzten wild durch die Läden und hatten viel Spaß, auch wenn ich mich nicht mehr an alles erinnern konnte. Irgendwie landete ich dann zum Glück morgens in meinem kleinen Hotel. Der nächste Tag begann mit dem auskurieren meines Katers.
So ging folglich am nächsten Tag nicht viel bei mir. Dafür sollte ich beim Abendessen an einem kleinen Nasi Goreng-Imbiss eine nette Bekanntschaft machen. Weiterlesen

Ein kurzer Stopp in Kuala Lumpur(Malaysia)

Auf meinem Weg von Südindien nach Indonesien legte ich wie so oft einen kleinen Stopp in Kuala Lumpur ein. KL ist nach wie vor meine Lieblingsstadt in Südostasien. Ich mag die Gegend um Chinatown und dem kleine indische Viertel wo ich für gewöhnlich wohne. Das Essensangebot ist hier umwerfend. Kuala Lumpur ist wahrscheinlich gerade wegen dem Essensangebot meine Lieblingsstadt. Unzählige südindische Restaurants, dazu die vielen chinesischen Essensstände, das malaysische Essen und auch der Westernfood kommt nicht zu kurz. Weiterlesen

Das Wetter ist schlecht im Norden von Indien-ab in den Süden

Nach der beeindruckenden und auch anstrengenden Kumbh Mela brachte mich ein Zug zurück nach Kanpur. Hier hatte ich eigentlich ein Zimmer gebucht und sollte wieder keinen Einlass erhalten. Da hatte ich genug von der „Scheiß-Stadt“ und bin direkt nach Lucknow, nur knapp 100 Kilometer entfernt, gefahren. Hier gab es endlich keinen Stress mehr mit Hotels die Ausländern keinen Zutritt gewähren.

Hampi

Charminar in Hyderabad

Die Stadt wurde ab dem 16. Jahrhundert von den Mogulherrschern erbaut. Im 18. Jahrhundert, das Mogulreich war mittlerweile langsam im Niedergang begriffen verlagerte sich das islamische Machtzentrum von Delhi in diese Region. Die Herrscher waren große Förderer der Künste und die Region wurde ein Magnet für Dichter und Künstler, in denen Hindus und Moslems harmonisch zusammen arbeiteten. Lucknows Ruf als Stadt der Kultur und auch der guten Küche hat sich bis heute erhalten. Mehrere großartige Bauwerke wurden in dieser Zeit errichtet. Die Hauptstadt von Uttar Pradesh ist nebenbei auch voller Bauwerke aus der Zeit der britischen Kolonialzeit. Somit hat die Stadt eigentlich viel zu bieten und wird von manchmal nervenden Touristenmassen verschont.
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